Stoff für einen neuen „Buddenbrook“

Aufstieg und Fall der Familie von Michael am 19. Januar 2018 in Ihlenfeld

Cover des in diesem Jahr erschienenen Buches
Cover des in diesem Jahr erschienenen Buches

Ihlenfeld. Die knapp hundertjährige Geschichte der Familie von Michael böte Stoff für einen Roman, der einen Vergleich mit den „Buddenbrooks“ nicht scheuen müsste. Der Schreiber eines Gutsverwalters in Brohm, der bald als der tüchtigste und angesehenste Landmann im Amt Stargard galt, legte mit der Gründung eines Gestüts und dem Kauf der Güter Ihlenfeld, Bassow und Schönhäusen den Grundstein für einen rasanten gesellschaftlichen Aufstieg. Seine vier Söhne ließen sich am Vorabend der bürgerlichen Revolution für 4000 Gulden vom österreichischen Kaiser in Wien adeln und führten selbstbewusst ein Wappen mit dem Erzengel Michael, ihres Namensvetters, im Zentrum. Der Engel mit dem Schwert, der gegen alles kämpft, was Gott seinen Rang streitig macht, der die Menschheit vor dem Teufel beschützt und ihn bei einem Erscheinen endgültig besiegen wird, wird zum Symbol ihres Machtanspruches. Michaels Name ins Deutsche übersetzt lautet: Wer ist wie Gott?

 

Wirtschaftlich erfolgreich führen sie in bis zu vier Gestüten die  namhafte Pferdezucht ihres Vaters fort. Mit Voigtsdorf und Groß Plasten kauften sie weitere Güter. Sie beauftragten Stararchitekten ihrer Zeit mit dem Neu- bzw. Umbau Ihrer Herrenhäuser, von Kirchen und ganzer Gutsbetriebe. Sie verbanden sich familiär mit legendären Großindustriellen des Ruhrgebietes und Verwandten von Friedrich Engels.

 

In der dritten Generation stellten die an die Spitze der Gesellschaft aufgestiegenen Michaels mit dem Enkel einstigen Gutschreibers den letzten demokratisch gewählten Ministerpräsidenten des Freistaates Mecklenburg-Strelitz. Nach 100 Jahren war die Herrlichkeit allerdings vorbei. Im Ergebnis des Zweiten Weltkrieges verlor die Familie ihr Vermögen und ihre Heimat.

Familiensaga am 25. Januar in Neustrelitz

Die Geschichte der Familie von Michael steht auch am 25. Januar im Mittelpunkt einer gemeinsamen Veranstaltung der Europaunion und der Volkssolidarität in der Glambecker Straße.

Kennzeichen NB am 24. Januar in Neubrandenburg

Das erste Heft von "Kennzeichen NB", das ein Führer durch die Neubrandenburger Innenstadt ist, steht am Mittwoch, dem 24. Januar, im Mittelpunkt einer gemeisamen Veranstaltung der Europaunion un der Volkssolidarität. Ab 14 Uhr will ich in der Adlerstraße 13 das Konzept der neuen Schriftenreihe vorstellen, zu der es auch eine eigene Webseite und eine eigene Facebooksseite gibt.

Heft Nummer 2 wird sich ausschleßlich um das Neubrandenburger Belvedere, seine Geschichte und Geschichten drehen. Es soll noch im Frühjahr auf dem Markt erscheinen und wird dann auch in den Buchhandlungen der Stadt erhältlich sein.