Kennzeichen NB

Fünf Jahre ist der aktuellste Führer durch Neubrandenburgs historische Innenstadt alt. Viele Fakten sind überholt. Viele Bilder zu alt. Das HKB wurde saniert, das Kloster ein Museum, das Radisson-Hotel abgerissen, die Konzertkiche erhielt eine Orgel ...

Es wird Zeit für einen neuen Stadtführer. Und nicht nur für einen, sondern für eine ganze Reihe. Erkennbar werden sie am Nummernschild sein: Kennzeichen NB wird dabei begleitet von einer eigenen Webseite. Auf der gibt es Geschichten aus der Geschichte der Viertorestadt, Buchempfehlungen, Entdeckungen in Neubrandenburg, die eine oder andere aktuelle Nachricht und auch einen Shop. Die Webseite soll regelmäßig Updates erfahren, so dass es sich lohnt, immer wieder vorbei zu schauen.

www.kennzeichen-nb.de

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Die Legende von Mudder Schulten

Rechtzeitig zum Viertorefest, das in Neubrandenburg in diesem Jahr vom 26. bis 28. August gefeiert wird, kam mein neues Buch aus der Druckerei.

Ich denke, dass die 25 Geschichten mit Geschichte vor allem den Neubrandenburgern und den Freunden von Mecklenburg-Strelitz das eine oder andere Lesevergnügen bereiten werden.

Die Neubrandenburger finden u.a. ganz aktuelle Geschichten zum Ratshaus(um)bau oder zu den Ausgrabungen des Markgrafenhofes.

Und ist nicht die Titelgeschichte ein Diskussonsbeitrag zur Zukunft des Mudder-Schulten- Brunnens?  - Bestellungen über Meckpress-Shop möglich.

 

 

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Barfuß ins Bett

Renate Blume und Jörg Panknin alias Oberarzt Dr. Schön und Kindergärtnerin Josi
Renate Blume und Jörg Panknin alias Oberarzt Dr. Schön und Kindergärtnerin Josi

Mehr als zwei Millionen Euro wurden 2015/16 in eine Neubrandenburger Filmkulisse investiert. Mehr als jeden vierten schießt das Wirtschaftsministerium aus Mitteln der Städtebauförderung zu. Die integrative Kita „Blümchen am Wall“ wird umfassend saniert. Das zweigeschossige Hauptgebäude erhält eine Frischzellenkur und wird um einen ebenfalls zweigeschossigen Verbindungsbau ergänzt, während ein eingeschossiger Anbau abgerissen und durch einen eingeschossigen Neubau für Krippenkinder ersetzt wird. Der Neubau der Kita, der auch eine Küche enthält, soll eine Dachterrasse erhalten.

 

„Blümchen am Wall“ wird nach Abschluss der Bauarbeiten mit Sicherheit anders aussehen, als vor deren Beginn. Trotzdem wird das Bild der alten Kita nicht aus dem Gedächtnis der Neubrandenburger verschwinden. Sie können es sich immer anschauen. Auf vier DVD ist eine 14-teilige Serie des DDR-Fernsehens festgehalten, die ab 24. Juni 1988 in zwei Staffeln bis 1990 ausgestrahlt wurde, jeweils freitags ab 20 Uhr. Zahlreiche Aufnahmen für die Serie, in der Fernsehstar Gerit Kling ihre Schauspielkariere startete, entstanden in der Badstüberstraße.

 

Im Mittelpunkt der Serie steht Oberarzt Dr. Hans Schön (Jörg Panknin), der nach dem Tod seiner Ehefrau allein lebt. Zu seinem Haushalt gehören neben seiner Mutter (Oma Martha), gespielt von Gudrun Orkas, zwei Söhne. Der jüngere erkrankt an Röteln und steckt seine schwangere Kindergärtnerin (Renate Blume) an. So lernen sich Dr. Schön und Josi kennen. Noch in der ersten Folge heirateten die beiden und es entstehen – seriengemäß – weitere Probleme.

 

Die Hauptrollen spielen zwar in Berlin gecastete Kinder, aber die Mädchen und Jungen aus dem innerstädtischen Kindergarten wurden, wie der Hausmeister der Einrichtung, Kleindarsteller. Heute zwischen 30 und 33 Jahre alt, dürften sich die Kleinen von damals als Große sicher über die bewegten Bilder aus ihrer Kindheit freuen. Ebenso wie die Kinder und Jugendlichen, die für 15 DDR-Mark pro Tag als Statisten zum Beispiel am Strand von Broda mit von der Partie waren (Folge 6) oder einige Eltern, die in der Serie plötzlich Erzieher im Kindergarten ihres Nachwuchses wurden. Nicht anders dürfte es den Patienten gehen, die im damaligen Bezirkskrankenhaus am Rande der (Ost-)Stadt, dem heutigen Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum, durch Zufall eine Rolle spielten.

 

Ein Stück Firmengeschichte ist die Serie auch für die Müritzfischer. 2015 war es 15 Jahre her, dass sie die Neubrandenburger Tollensefischer übernahmen. Deren Domizil bei den Bootsschuppen am Oberbach ist ebenso in der Serie festgehalten.

 

Dem Kindergarten brachte der Fernsehdreh 1000 Mark ein. Dafür wurden unter anderen neuen Gardinen gekauft.

 

Der Titel der Fernsehserie „Barfuß ins Bett“ soll übrigens auf eine Familientradition anspielen, gemeinsam im Bett zu liegen. Filmisch taucht das durch die Darstellung nackter Füße in unterschiedlichen Zusammenhängen immer wieder in der Serie auf, bei deren erster Staffel Peter Wekwerth und bei deren zweiter Staffel Horst Zaseske Regie führte. Zum Schauspielensemble gehörten auch bekannte DDR-Größen wie Gerry Wolf, Ingeborg Krabbe, Myriam Stark, Karsten Speck, Klaus-Peter Thiele und Horst Schulze.

 

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Egon und das achte Weltwunder

Der vor gut 50 Jahren unter anderem in Schwichtenberg gedrehte Film „Egon und das achte Weltwunder“ erlebte am 27. Dezember 1964 im ersten Programm des Deutschen Fernsehfunks seine Premiere. Am 9. März 1996 wurde der Film im Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg erstmals im gesamtdeutschen Fernsehen gezeigt. 2011 kam er im Rahmen der Icestorm-Reihe „DDR TV-Archiv“ als DVD heraus.

Der in schwarz-weiß entstandene Liebesfilm beruht auf dem gleichnamigen Jugendbuch von Joachim Wohlgemuth (1932–1996), der seit 1959 als freier Schriftsteller in Neustrelitz und damit in räumlicher Nähe vom Romanschauplatz, der Großen Friedländer Wiese, lebte. Zeitweise arbeitete der Autor selbst im Rahmen des Jugendobjektes. 1962 erhielt er für seinen „Egon“ den Kunstpreis der FDJ und den Fritz-Reuter-Preis des Bezirkes Neubrandenburg.

Bei der Aufarbeitung der Geschichte des Literaturzentrums Neubrandenburg, wo sich Wohlgemuths Nachlass befindet, ergab sich, dass der beliebte Schriftsteller mit der Stasi kooperiert hatte. Nach einer Studie der Berliner Germanistin Christiane Baumann leistete er für das MfS als Inoffizieller Mitarbeiter „Paul“ bzw. „Paul Fiedler“ Spitzeldienste.

 

Zur Handlung des Films: Egon (Gunter Schoß) ist mit seinen halbstarken „Boys“ fester Teil des Borkenheider Music-Clubs. Als ihnen der Betreiber des Clubhauses dort das Proben verbietet, reagieren sich Egon und sein Freund Paul am Besucher einer Weihnachtsfeier ab. Wegen Körperverletzung werden beide zu einem halben Jahr Gefängnis verurteilt. Nach dem Gefängnis will Egon sein altes Leben hinter sich lassen. Er versucht, die Boys zu meiden und beginnt als Hilfsarbeiter auf dem Bau.

Auf einem Abiball lernt Egon Christine (Traudel Kulikowsky) kennen. Sie wird im Freundeskreis das „achte Weltwunder“ genannt, weil es ein Wunder wäre, wenn sie sich einmal verlieben würde. Für sie wandelt sich Egon zum Helden der Arbeit und beide finden nach einigen Irrungen und Wirrungen am Schluss jedoch zueinander.

 

Das FDJ-Lager in Schwichtenberg, das Kulisse für einige Szenen war, entstand 1937. Es wurde durch den damaligen Reichsarbeitsdienst errichtet, zusammen mit einem zweiten Lager in Fleethof und einem dritten Lager in Heinrichswalde. In Schwichtenberg und Fleethof waren ab 1938 insgesamt 200 „Arbeitsmänner“ untergebracht. Das benachbarte Gutshaus von Klockow beherbergte 40 bis 50 „Arbeitsmaiden“. Während die vor allem für Haus- und Feldarbeiten auf bäuerlichen Wirtschaften in Klockow und Schwichtenberg eingesetzt waren, wurden die jungen Männer zu Meliorationsarbeiten sowie zum Straßen- und Wegebau herangezogen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges beherbergten die beiden RAD-Lager zeitweise Flüchtlinge.

1958 begann im Rahmen eines Zentralen Jugendobjektes der Freien Deutschen Jugend (FDJ) die Trockenlegung und Nutzbarmachung der Friedländer Große Wiese. Während der vierjährigen Arbeit waren daran 6264 Jugendliche beteiligt.

Im September 2014 wurde das Lager im Rahmen der Herbstauktion der Deutschen Grundstücksauktionen AG (Berlin) versteigert. Bei einem Mindestgebot von 5000 Euro für die 44 Hektar Land mit 16 teilweise unter Denkmalschutz stehenden Baracken und einem Gedenkstein erfolgte der Zuschlag bei 35.500 Euro.

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Spektakulärer Ausblick mit Einblick

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An die Queen aus Mirow erinnert auch eine königliche Süßspeise

Am gestrigen 20. September wurde im restaurierten Schloss Mirow der Schlösserherbst des Landes Mecklnburg-Vorpommern eröffnet. Neben einem Blick hinter Geheimtüren im Schloss gab es im Café des 3-Königinnen-Palais auch eine Süßspeise, deren Name an die in Mirow geborene englische Königin Charlotte erinnert.

Wie es zu dieser Namensgebung kam und welche Geschichte die Charlotte hat, ist hier nachzulesen.

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Großherzogliche Hofküche wird Raub der Flammen

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35 Jahre die erste Geige am Hof gespielt

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